PEP-Prüfung: Politisch exponierte Personen identifizieren
Politisch exponierte Personen (PEPs) gelten als erhöhtes Risiko für Geldwäsche und Korruption. Das Geldwäschegesetz (GwG) verpflichtet Unternehmen — insbesondere im Finanzsektor — PEPs zu identifizieren und verstärkte Sorgfaltspflichten anzuwenden.
Doch wer gilt als PEP? Und wie lässt sich die Prüfung effizient umsetzen?
Wer ist eine PEP?
Eine politisch exponierte Person ist jemand, der ein wichtiges öffentliches Amt ausübt oder ausgeübt hat. Die EU-Geldwäscherichtlinie definiert drei Kategorien:
Inländische PEPs: Staats- und Regierungschefs, Minister, Parlamentsabgeordnete, Richter oberster Gerichte, Botschafter, hochrangige Militärs
Ausländische PEPs: Dieselben Funktionen in anderen Ländern — automatisch als erhöhtes Risiko eingestuft
Internationale PEPs: Führungskräfte internationaler Organisationen (EU, UN, NATO, etc.)
Wichtig: Auch Familienangehörige und enge Vertraute (RCAs — Relatives and Close Associates) von PEPs unterliegen erhöhten Sorgfaltspflichten.
Warum PEP-Screening Pflicht ist
Das GwG fordert von Verpflichteten (Banken, Versicherungen, Zahlungsdienstleister und weitere):
Feststellung, ob ein Kunde oder wirtschaftlich Berechtigter PEP-Status hat
Verstärkte Sorgfaltspflichten bei bestätigtem PEP-Status
Genehmigung der Geschäftsbeziehung durch die Führungsebene
Herkunft der Vermögenswerte klären
Verstärkte laufende Überwachung
Verstösse werden empfindlich bestraft — Bussen im Millionenbereich sind keine Seltenheit.
Die Herausforderung: PEP-Status ändert sich
Eine Person, die heute kein PEP ist, kann morgen eines werden — und umgekehrt. Ein Minister tritt zurück, ein Geschäftspartner wird in ein öffentliches Amt berufen. Einmalige Prüfungen reichen daher nicht aus.
Wie Indicium PEP-Screening automatisiert
Globale PEP-Datenbanken: Abgleich gegen umfassende internationale PEP-Listen mit täglicher Aktualisierung
RCA-Erkennung: Automatische Identifikation von Familienangehörigen und engen Vertrauten
Laufendes Monitoring: Statusänderungen werden automatisch erkannt und gemeldet
Risikobewertung: Nicht jeder PEP ist gleich riskant — Indicium liefert kontextbasierte Risikoeinschätzung
Audit-Trail: Vollständige Dokumentation für Prüfer und Aufsichtsbehörden
Das Ergebnis: du erfüllst deine GwG-Pflichten effizient und bist jederzeit nachweisfähig.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine politisch exponierte Person (PEP)?
Eine politisch exponierte Person (PEP) ist jemand, der ein wichtiges öffentliches Amt ausübt oder ausgeübt hat. Die EU-Geldwäscherichtlinie definiert drei Kategorien: Inländische PEPs (Staats- und Regierungschefs, Minister, Parlamentsabgeordnete, Richter oberster Gerichte, Militärführung), internationale PEPs (Leiter internationaler Organisationen wie UN, EU, NATO) und Familienmitglieder sowie enge Geschäftspartner von PEPs (Related Persons). Der PEP-Status endet nicht automatisch mit dem Amt — auch ehemalige Amtsträger gelten in der Regel noch 12–18 Monate als PEP.
Warum müssen Unternehmen PEP-Prüfungen durchführen?
Das Geldwäschegesetz (GwG) verpflichtet Unternehmen — insbesondere im Finanzsektor — PEPs zu identifizieren und verstärkte Sorgfaltspflichten (Enhanced Due Diligence) anzuwenden. PEPs gelten als erhöhtes Risiko für Geldwäsche und Korruption, da sie Zugang zu öffentlichen Mitteln und Entscheidungsprozessen haben. Verstöße gegen die PEP-Prüfpflicht können zu empfindlichen Bußgeldern führen — die BaFin hat in der Vergangenheit Strafen im siebenstelligen Bereich verhängt.
Wer muss PEP-Prüfungen durchführen?
Zu den nach dem GwG verpflichteten Unternehmen zählen: Banken und Kreditinstitute, Versicherungen und Vermögensverwalter, Zahlungsdienstleister, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Immobilienmakler bei Transaktionen über 10.000 Euro, Notare und Rechtsanwälte bei bestimmten Geschäften sowie Gütervermittler bei Bartransaktionen über 10.000 Euro. Darüber hinaus empfiehlt sich eine PEP-Prüfung im Rahmen jeder Due Diligence — etwa bei Investments, Partnerschaften oder der Besetzung von Führungspositionen.
Wie funktioniert eine automatisierte PEP-Prüfung?
Automatisierte PEP-Prüfungen gleichen Namen und Geburtsdaten gegen spezialisierte PEP-Datenbanken ab, die Informationen zu aktuellen und ehemaligen Amtsträgern weltweit enthalten. Das System identifiziert Treffer, prüft Namensvarianten und markiert auch Familienmitglieder und enge Geschäftspartner (Related Persons). Indicium integriert PEP-Screening in den gesamten Background-Check-Prozess und kombiniert es automatisch mit Sanktionslisten-Screening und Adverse Media Checks für ein vollständiges Risikobild.

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