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Moody's vs. LexisNexis vs. Dow Jones: Welche Compliance-Datenbank?

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20.04.2026

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Moody's vs. LexisNexis vs. Dow Jones: Welche Compliance-Datenbank?

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Moody's vs. LexisNexis vs. Dow Jones: Welche Compliance-Datenbank für welches Unternehmen?

Wer Sanktionslisten-, PEP- und Adverse-Media-Screening im industriellen Maßstab betreibt, braucht eine kommerzielle Datenbank als Basis. Die drei dominanten Anbieter — Moody's (ehemals Bureau van Dijk + Regulatory DataCorp), LexisNexis World Compliance und Dow Jones Risk & Compliance — unterscheiden sich in Datenabdeckung, Preis und Integrations-Tiefe. Dieser Vergleich hilft bei der Auswahl.

Der Markt: drei Platzhirsche plus Refinitiv

Historisch dominieren vier Anbieter den Markt für Compliance-Daten: Moody's Analytics (Marktführer nach Akquisition von RDC 2023), LexisNexis Risk Solutions, Dow Jones Risk & Compliance und Refinitiv (nach LSEG-Akquisition in die Workspace-Produkte integriert). Alle vier bieten Kern-Datensätze für Sanktionslisten, PEP, Adverse Media, UBO (Ultimate Beneficial Owner) und Enhanced Due Diligence.

Seite-an-Seite-Vergleich

Kriterium

Moody's

LexisNexis

Dow Jones

Sanktionslisten-Coverage

200+ Listen global

Über 1.000 Watchlists

Über 1.100 Listen

PEP-Datenbank

2+ Mio. PEPs + Familienangehörige

3+ Mio. Einträge

2,5 Mio. PEPs + Associates

Adverse Media Coverage

35.000+ Quellen

Über 30.000 Quellen

Dow-Jones-Publikationsnetz + externe Quellen

DACH-Spezialisierung

Mittel (stark via Bureau van Dijk)

Gering

Mittel (Handelsblatt-Partnerschaft historisch)

API-Qualität

Sehr gut (Compliance Catalyst)

Gut (WorldCompliance Premium)

Gut (RiskCenter)

Preisniveau (Enterprise)

Premium (geschätzt 80-250k €/Jahr)

Premium (geschätzt 70-200k €/Jahr)

Hoch (geschätzt 100-300k €/Jahr)

UBO-Daten

Stark (via Orbis-Datenbank)

Durchschnittlich

Über Partner

Für welches Unternehmen passt welcher Anbieter?

Moody's — für Corporate Intelligence und UBO-Tiefe

Moody's kombiniert RDC-Sanktionen/PEP mit Bureau van Dijks Orbis-Datenbank (400+ Mio. Unternehmen weltweit). Das macht Moody's besonders stark für Unternehmen, die Corporate Due Diligence brauchen: UBO-Identifikation, Shareholder-Analyse, Cross-Ownership-Graphen. Typische Nutzer: Private Equity, Investment Banking, Anti-Geldwäsche-Spezialisten in Corporate Banking.

LexisNexis — für globale Breite und Legal-Integration

LexisNexis ist historisch eine Legal-Information-Company. Das spiegelt sich in Adverse-Media-Tiefe (juristische Quellen stark) und der Integration mit anderen LexisNexis-Produkten (News, Court Records, Compliance-Research). Typische Nutzer: Anwaltskanzleien, Compliance-Teams in multinationalen Konzernen.

Dow Jones — für Asset Management und Investment-Due-Diligence

Dow Jones hat historisch Stärken in Finanzpresse-Adverse-Media (WSJ, Barron's, MarketWatch als Quellen). Das macht es besonders passend für Investment-Szenarien: Portfolio-Screening, Counterparty-Due-Diligence, Regulatorisches Monitoring in Asset Management.

Was gilt in der Schweiz, Österreich und EU-weit?

Schweiz

FINMA-beaufsichtigte Institute müssen nach Art. 6 GwG „angemessene Maßnahmen" treffen — die Wahl der Datenbank ist risikobasiert. SECO-Liste muss separat geprüft werden, wird von den großen Anbietern meist als Teil der globalen Sanktions-Coverage gepflegt.

Österreich

Die FMA akzeptiert kommerzielle Datenbanken als Basis für § 40 BWG-Sorgfaltspflichten, erwartet aber eigene Governance über die Datenqualität. Österreichische Zusatzlisten (OeNB, FMA-Alertlisten) müssen separat abgeglichen werden.

EU-weit

Mit der AMLR ab 2027 wird die Anforderung an einheitliche EU-Datenbank-Nutzung deutlich steigen. Die neue AMLA in Frankfurt wird voraussichtlich eine zentrale EU-weite Sanktions-/PEP-Datenbank vorgeben, die kommerzielle Anbieter abdecken müssen.

Wie Indicium die Anbieter integriert

Indicium nutzt Moody's und LexisNexis parallel als Daten-Basis für Pre-Employment Screening. Die Kombination bietet:

  • Breitere Sanktionslisten-Coverage (kein Daten-Silo)

  • Tiefere PEP-Identifikation inkl. Familienangehörige und nahestehende Personen

  • Redundanz für Audit-Szenarien: jeder Treffer wird gegen zwei unabhängige Quellen validiert

  • Lokale DACH-Adverse-Media-Quellen plus globale Breite

Für Kunden: keine direkten Lizenzkosten bei den Anbietern — über Indicium als Plattform-Layer bezahlbar ab 1.990 € pro Monat statt 80-300k € pro Jahr für Enterprise-Lizenzen.

Fazit

Die drei Anbieter überlappen zu 80 %. Entscheidend sind Nischen: Moody's bei UBO, LexisNexis bei Legal-Integration, Dow Jones bei Finanzpresse. Für die meisten Mid-Market-Unternehmen ist die direkte Lizenzierung zu teuer — Plattform-Layer wie Indicium, die die Anbieter konsolidieren, sind der pragmatische Weg.

Buche eine Demo und sieh Dir die integrierte Datenbank-Abdeckung an. Weiterführend: Sanktionslisten-Screening und PEP-Prüfung nach GwG.

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Nabil El Berr




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